05. März 11 | Topic: Sinnieren | misschatterbox
Das ist der Zeitraum, seit dem ich mich in den USA befinde. Fast drei Wochen ist übrigens der Zeitraum, in dem ich nicht mehr gebloggt habe. Dafür kommt jetzt die volle Ladung.

Sechs Monate, Halbzeit. Zeit für einen Rückblick.
Ziemlich genau vor sechs Monaten brach ich also auf in ein Land weit weit weg - was hat sich seit dem verändert?
Meine Haare sind immer noch blond, nur länger und meine Augen immer noch blau. Gewicht hab ich auch nicht zugelegt. Äußerlich hat sich also nicht viel verändert.
Innerlich aber schon. Mittlerweile bin ich ziemlich gut darin, mich nicht mehr über die kleinen Dinge aufzuregen und gleich loszubrodeln. Beziehungsweise, diese Gefühle gut zu verstecken. Außerdem bin ich auch viel spontaner und abenteuerlustiger geworden, nicht, dass ich vorher langweilig war. Aber das liegt hier einfach in der Natur der Sache. Man arbeitet die ganze Woche und verplant manchmal, Pläne fürs Wochenende zu machen. Da kann es schonmal sein, dass man Sonntags faul herumliegt, bis die Freundin anruft und sagt, lass uns zu Starbucks gehen - also denkt man nicht nach, man geht. Oder wenn meine Klasse um zwei aus ist und Miriam, die mittlerweile in Virginia wohnt, mir schreibt, ob wir uns in DC treffen. Ohne nachzudenken fahre ich vom College zur Metro - und ab gehts nach DC!
Wer hier nicht spontan ist, verliert und ist die ganze Zeit zu Hause. Und zu Hause... das gibts eben auch zu Hause, dafür bin ich nicht hierhergekommen.
Dank meines neuen Kunstkurses habe ich mich auch künstlerisch weiterentwickelt, was mich ehrlich gesagt ein bisschen stolz macht. Vor allem heute wurde ich von meinem Lehrer für mein Selbstportrait gelobt, sogar als eine der zwei besten in der Klasse hervorgehoben! Und Ms Rembrandt hat er mich genannt, da darf man sich schon ein wenig freuen. Schade, dass nächste Woche unser Kurs vorbei ist. Um halb Zwei dürfen Freunde und Familie dann vorbekommen und gerne Fotos machen. Schade, dass alle so weit weg sind.
Nun, nach sechs Monaten, stellt man sich natürlich langsam die Frage, wie es weitergehen wird. Ob ich hierbleibe, oder heimgehe und wenn ich heimgehe, wie es dann zu Hause weitergeht? Eins weiß ich, ich will an die FH nach Augsburg. Mehr Kunst machen. Aber das wird schwierig, mit den Prüfungen und allem. Also muss ich warten - hat jemand einen Job oder ein Praktikum für mich? Im Ernst, das bräuchte ich.
Demnächst werd ich mal ein paar Links posten, wo ihr mehr Bilder sehen könnt. Wenn ihr mögt?

Sechs Monate, Halbzeit. Zeit für einen Rückblick.
Ziemlich genau vor sechs Monaten brach ich also auf in ein Land weit weit weg - was hat sich seit dem verändert?
Meine Haare sind immer noch blond, nur länger und meine Augen immer noch blau. Gewicht hab ich auch nicht zugelegt. Äußerlich hat sich also nicht viel verändert.
Innerlich aber schon. Mittlerweile bin ich ziemlich gut darin, mich nicht mehr über die kleinen Dinge aufzuregen und gleich loszubrodeln. Beziehungsweise, diese Gefühle gut zu verstecken. Außerdem bin ich auch viel spontaner und abenteuerlustiger geworden, nicht, dass ich vorher langweilig war. Aber das liegt hier einfach in der Natur der Sache. Man arbeitet die ganze Woche und verplant manchmal, Pläne fürs Wochenende zu machen. Da kann es schonmal sein, dass man Sonntags faul herumliegt, bis die Freundin anruft und sagt, lass uns zu Starbucks gehen - also denkt man nicht nach, man geht. Oder wenn meine Klasse um zwei aus ist und Miriam, die mittlerweile in Virginia wohnt, mir schreibt, ob wir uns in DC treffen. Ohne nachzudenken fahre ich vom College zur Metro - und ab gehts nach DC!
Wer hier nicht spontan ist, verliert und ist die ganze Zeit zu Hause. Und zu Hause... das gibts eben auch zu Hause, dafür bin ich nicht hierhergekommen.
Dank meines neuen Kunstkurses habe ich mich auch künstlerisch weiterentwickelt, was mich ehrlich gesagt ein bisschen stolz macht. Vor allem heute wurde ich von meinem Lehrer für mein Selbstportrait gelobt, sogar als eine der zwei besten in der Klasse hervorgehoben! Und Ms Rembrandt hat er mich genannt, da darf man sich schon ein wenig freuen. Schade, dass nächste Woche unser Kurs vorbei ist. Um halb Zwei dürfen Freunde und Familie dann vorbekommen und gerne Fotos machen. Schade, dass alle so weit weg sind.
Nun, nach sechs Monaten, stellt man sich natürlich langsam die Frage, wie es weitergehen wird. Ob ich hierbleibe, oder heimgehe und wenn ich heimgehe, wie es dann zu Hause weitergeht? Eins weiß ich, ich will an die FH nach Augsburg. Mehr Kunst machen. Aber das wird schwierig, mit den Prüfungen und allem. Also muss ich warten - hat jemand einen Job oder ein Praktikum für mich? Im Ernst, das bräuchte ich.
Demnächst werd ich mal ein paar Links posten, wo ihr mehr Bilder sehen könnt. Wenn ihr mögt?
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14. Februar 11 | Topic: Alltag | misschatterbox

Wenn alles plötzlich rosa, rot und pink ist - welcher "Feiertag" naht dann? Natürlich. Valentinstag.
Und wo könnte er, wie an keinem anderen Ort auf der Welt, kitschig zelebriert werden? Natürlich. Amerika.
Seit Wochen schon beobachtete ich also das bunte Treiben in den Läden: Überall Ballons, Plüschtiere, wie Gorillas, die ich zuvor noch nie mit Valentinstag in Verbindung gebracht hatte, Schokolade, Tortellini in rot und Herzform und und und. Wenn ich es in Deutschland manchmal übertrieben und kommerziell fand, dann finde ich es jetzt erträglich und normal. Hier allerdings... verrückt.
Schön war allerdings, dass in meiner Familie an diesem Tag jeder etwas bekommen hat. So hab ich Hello Kitty, meine geliebten Erdbeerschnecken von Harribo und einen Hersheyschokolade in einer total hübschen Herzbox bekommen, also beschwer ich mich lieber nicht über den übertriebenen Valentinstag hier. Außerdem ziemlich cool ist, dass an den Schulen das Prinzip gilt: Entweder man gibt allen in der Klasse ein Valentine (meistens einfach gebastelte Karte), oder gar keinem. Auf diese Weise wird keiner ausgeschlossen und jeder bekommt mindestens eins von seiner Familie. Da fühlt man sich als Single gar nicht mehr so schlimm.
Ich hoffe ihr konntet den Valentinstag alle mit einem (oder mehreren) lieben Menschen verbringen. <3
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12. Februar 11 | Topic: Alltag | misschatterbox

Heute war ich nach langer Zeit wieder im College und es war so schön wie noch nie. Mein Lehrer ist total engagiert und motivieren. Außerdem ist er ein ganz wichtiger Kunstmanagamenttyp in der National Gallery of Art in DC! Also sozusagen ein Promi der Szene ;-)
Natürlich hat dazu, dass die Klasse mir gefällt, auch beigetragen, dass er mein Bild und meine Entwicklung in der ersten Stunde gelobt hat! Hach. Es war so schön und ich kann gar nicht bis zum nächsten Mal warten. Jetzt kauf ich mir erstmal ein Skizzenbuch, damit ich mit der Hausaufgabe anfangen kann.
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05. Februar 11 | Topic: Alltag | misschatterbox
Seit Montag habe ich einen iPod Touch - und ich liebe ihn. Für nur 220 $ ( vgl. 229€ in Deutschland) habe ich den mp3 Player meiner Träume erstanden und bin jetzt noch mehr im Internet, da es ja in Amerika überall WLAN gibt. Da gibt es freien Zugang in Schulen, Restaurants, Malls und so weiter - ohne geht es wohl nicht? Ich finde das jedenfalls ziemlich cool und schreibe gerade Hebekrans von meinem iPod.
Vielleicht blogge ich dadurch in Zukunft ja mehr?
Vielleicht blogge ich dadurch in Zukunft ja mehr?
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31. Januar 11 | Topic: Alltag | misschatterbox

Also erstmal wünsch ich dir Papi alles gute zum Geburtstag! Leider waren wir heute in Skype wohl nicht zur selben Zeit online, deswegen wünsch ich dir jetzt erstmal hier ganz öffentlich alles Gute und hoffe, wir sprechen uns morgen :-)
Nach langem Warten war es Mittwoch endlich so weit: Der erste richtige Schnee (der immer noch da ist) kam! Gerade als ich mit den Kindern zur Tür hineinkam ging es schon los. Zuerst sah es gar nicht nach viel Schnee aus, doch schon nach einer halben Stunde war mir klar, dass das noch zu Schneechaos führen sollte. Und ich sollte Recht haben.
An diesem Nachmittag ist Frannie nicht zum Volleyballtraining gegangen und ich habe stattdessen mit Nico Bananenmuffins gebacken. Als ich gegen 6 Uhr mit Stephanie telefonierte hatte ich schon das Gefühl, dass sie nicht gleich zu Hause sein würde, doch dass sie am Ende erst gegen Neun total traumatisiert ankommen würde, hatte da noch keiner gedacht. Allerdings war wie erwartet ein Schneechaos eingetroffen, in dem nichts mehr voranging. Am Ende ist Arnim, mein Gastpapa, zu Stephanie gelaufen, da sie gar nicht so weit weg vom Haus war, nur die Straße war total blockiert, und ist mit ihr durch die Pampa doch noch irgendwie nach Hause gekommen.
Ich hab währenddessen Jenny besucht und mit ihr und ihren Kindern ein wenig im Schnee getollt. Der Anblick war trotz seiner fatalen Auswirkungen auf den Straßenverkehr einfach wunderschön und unbezahlbar. Alles wirkte so friedlich und rein. Außerdem wurde es gar nicht wirklich dunkel, weil einfach alles weiß war.
Natürlich hatten die Kinder am nächsten Tag dann schulfrei, aber es war eigentlich ein ziemlich entspannter und schöner Tag und am Freitag hatten sie dann, zwei Stunden später, wieder Schule und ich konnte relaxt den Start in den letzten Arbeitstag der Woche genießen, der auch sehr schnell vorbei war und in Jennys Geburtstagsfeier in einem Restaurant endete.
Nun ist es schon wieder Sonntag und eine supertolle, seltsam lang wirkende Woche ist vergangen.
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