Wenn Träume fliegen lernen...
Die Abenteuer der Christin in einem Land "far, far away"
Das ist der Zeitraum, seit dem ich mich in den USA befinde. Fast drei Wochen ist übrigens der Zeitraum, in dem ich nicht mehr gebloggt habe. Dafür kommt jetzt die volle Ladung.
Selbstportrait, dass ich in der Portfolio Development Class gezeichnet habe.

Sechs Monate, Halbzeit. Zeit für einen Rückblick.
Ziemlich genau vor sechs Monaten brach ich also auf in ein Land weit weit weg - was hat sich seit dem verändert?
Meine Haare sind immer noch blond, nur länger und meine Augen immer noch blau. Gewicht hab ich auch nicht zugelegt. Äußerlich hat sich also nicht viel verändert.

Innerlich aber schon. Mittlerweile bin ich ziemlich gut darin, mich nicht mehr über die kleinen Dinge aufzuregen und gleich loszubrodeln. Beziehungsweise, diese Gefühle gut zu verstecken. Außerdem bin ich auch viel spontaner und abenteuerlustiger geworden, nicht, dass ich vorher langweilig war. Aber das liegt hier einfach in der Natur der Sache. Man arbeitet die ganze Woche und verplant manchmal, Pläne fürs Wochenende zu machen. Da kann es schonmal sein, dass man Sonntags faul herumliegt, bis die Freundin anruft und sagt, lass uns zu Starbucks gehen - also denkt man nicht nach, man geht. Oder wenn meine Klasse um zwei aus ist und Miriam, die mittlerweile in Virginia wohnt, mir schreibt, ob wir uns in DC treffen. Ohne nachzudenken fahre ich vom College zur Metro - und ab gehts nach DC!
Wer hier nicht spontan ist, verliert und ist die ganze Zeit zu Hause. Und zu Hause... das gibts eben auch zu Hause, dafür bin ich nicht hierhergekommen.

Dank meines neuen Kunstkurses habe ich mich auch künstlerisch weiterentwickelt, was mich ehrlich gesagt ein bisschen stolz macht. Vor allem heute wurde ich von meinem Lehrer für mein Selbstportrait gelobt, sogar als eine der zwei besten in der Klasse hervorgehoben! Und Ms Rembrandt hat er mich genannt, da darf man sich schon ein wenig freuen. Schade, dass nächste Woche unser Kurs vorbei ist. Um halb Zwei dürfen Freunde und Familie dann vorbekommen und gerne Fotos machen. Schade, dass alle so weit weg sind.

Nun, nach sechs Monaten, stellt man sich natürlich langsam die Frage, wie es weitergehen wird. Ob ich hierbleibe, oder heimgehe und wenn ich heimgehe, wie es dann zu Hause weitergeht? Eins weiß ich, ich will an die FH nach Augsburg. Mehr Kunst machen. Aber das wird schwierig, mit den Prüfungen und allem. Also muss ich warten - hat jemand einen Job oder ein Praktikum für mich? Im Ernst, das bräuchte ich.

Demnächst werd ich mal ein paar Links posten, wo ihr mehr Bilder sehen könnt. Wenn ihr mögt?