Wenn Träume fliegen lernen...
Die Abenteuer der Christin in einem Land "far, far away"
Das Problem beim Reisen (und auch im Leben ganz generell ist), dass sobald man wirklich etwas erlebt, das erzählenswert ist, man kaum die Zeit findet zu schreiben. So ging es mir jedenfalls in den letzten 27 Tagen. Ich fand weder Zeit zu bloggen, noch wirklich um mit irgendjemanden zu Skypen oder zu chatten.

CHICAGO
Meine Reise begann erstmal nicht ganz so gut in Chicago. Mein Gepäck war einfach viel zu schwer und unhandlich, sodass ich schon am ersten Abend noch vor meiner Ankunft im Getaway Hostel der Verzweiflung und dem Wunsch einfach nach DC oder ganz nach Hause zu gehen Nahe war. Im Laufe der nächsten zwei Tage wurde dann aber (fast) alles besser. Mein Gepäck wurde von einem sehr netten Iren zum Hostel getragen, der mir auch gleich noch den Weg zeigte, da ihc mich, ohne es zu wissen, verlaufen hatte. Eine neue, robuste, richtig gut zu transportierende Tasche auf Rollen fand ich auch noch und für 15 Dollar nahm ich an einer Radtour des Hostels am Lake Michigan teil. Da war dann auch noch gutes Wetter. Ansonsten machte Chicago leider seinem Spitznamen "The Windy City" alle Ehre.

Meine zwei Roommates Candace, Duckie und ich.


MEMPHIS
Als zweites erfüllte ich mir den langersehnten Wunsch einmal nach Memphis zu gehen. Ich lief am Ufer des Mississippi entlang, ging "Barhopping" in Beale Street und sah mir das berühmte Sun Studio, in dem Elvis entdeckt wurde und auch Johnny Cash einige Aufnahmen machte an. Graceland hab ich mir nur von außen angesehen, weil die Tour einfach zu teuer und mein Budget schon nach Chicago strapaziert war. Außerdem hatte ich noch Ribs in "Charlie Vergas Rendezvous", einem BBQ Restaurant, in dem auch schon Justin Timberlake, diverse andere Prominente und so ziemlich alle Präsidenten waren.

Auf dem Rooftop des Peabody Hotels

NEW ORLEANS
Der dritte und letzte Stop des Teils meiner Reise, den ich allein unternahm, war New Orleans - "The Big Easy". Und schon nach einem Tag wusste ich, warum die Stadt genau diesen Spitznamen hat. Alles in dieser Stadt war einfach einfacher (easy = einfach) als an anderen Orten. Alles war eine riesige Party, von Montag bis Sonntag, aufgestanden wurde frühestens um 10. Gut, dass es in unserem Hostel Frühstück von 9.30 bis um eins gab. Außerdem gab es im Hostel auch einen Pool mit richtig schönem Deck, sodass man einfach dazu verleitet war, ein bisschen Zeit im Hostel zu verbringen, was aber auch immer lohnenswert war. Insgesamt habe ich in New Orleans wohl die beste Zeit auf meiner ganzen Reise verbracht. Im Hostel war immer was los und ich habe viele neue Freundschaften geschlossen, und einige der Leute auch in New Orleans und San Francisco wiedergesehen. Ich habe Alligatoren in den Swamps gesehen (richtig richtig richtig nah!) und Beignets im Café du Monde gegessen, ich habe das Nachtleben in New Orleans erlebt und einfach am Pool des Hostels relaxt. Ziemlich traurig hab ich die Stadt dann nach fünf Nächten verlassen und ein Flugzeug nach San Francisco bestiegen, wo der zweite Teil meines Abenteuers dann losging.

Alligatoren in den Swamps von NOLA (New Orleans LousiAna)