Wenn Träume fliegen lernen...
Die Abenteuer der Christin in einem Land "far, far away"
Montag, 16. Mai 2011
Meine Freundin Josie (von Schweden) hat gestern zu mir gesagt, dass sie das Gefühl hat, dass ich noch nicht bereit bin zu gehen. Womit sie auch irgendwie recht hat. Ich bin noch nicht bereit Abschied zu nehmen und dieses Land und meine Freunde zu verlassen.
Doch auf der anderen Seite, weiß ich, dass ich nicht hierbleiben will. Der Gedanke noch weitere sechs Monate (oder noch länger) hier zu bleiben ist befremdlich. Ich will nach Hause, endlich wieder nach Hause kommen wann ich möchte, mich um meine eigenen Probleme kümmern und anfangen zu studieren.
Auch zu Hause gibt es viele Sachen die ich sehen und machen möchte: Ich möchte endlich nach Paris, Rebecca in London besuchen, mit Nele in Berlin (oder wo auch immer sie studiert) feiern, Izzy besuchen (die sogar fast zwei Monate vor mir heimfliegt), Praktika machen und mit Niklas knuddeln. Natürlich freu ich mich darauf, wieder richtig Musik zu spielen, endlich Gitarre zu lernen, Baguette mit Knoblauchbutter zu essen, mit Jack joggen zu gehen und so viele andere Dinge.
Aber dann ist da eben noch dieses große Land, das sich USA nennt, das so viele verschiedene Seiten zu bieten hat und jeden glücklich machen kann. Obwohl ich es am Anfang anders eingeschätzt hatte, habe ich dieses Land ganz schön lieb gewonnen. All die Menschen hier, die immer offen sind, all die Deutschen, die einfach überall sind, all meine Freunde, die hier so nah und zu Hause so weit weg sind, die Natur, die einfach atemberaubend ist und natürlich Shoppen, das hier auch Sonntags möglich ist.

Naja, so ist das Leben eben. Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere. In diesem Fall heißt es "Goodbye, USA - Deutschland, du hast mich wieder."
Und nun klinge ich, als würde ich morgen ein Flugzeug nach Hause besteigen, dabei habe ich noch fast vier Monate und ein großes Abenteuer vor mir.