Wenn Träume fliegen lernen...
Die Abenteuer der Christin in einem Land "far, far away"
Mittwoch, 12. Januar 2011
Ich auf dem Glass Floor des CN Towers.

Auf Deutsch: Ihr seid doch total bekloppt!, war die erste Reaktion meiner Gastfamilie auf meine Ansage, dass ich nach Toronto fahren würde. Allerdings erschien ihnen weniger der Ort, als die Tatsache, dass ich dorthin mit dem Bus fahren würde, als verrückt.
Und natürlich war es verrückt, ist doch Toronto 12 Stunden von DC entfernt. Nichtsestotrotz machten meine Freundin Nele und ich uns am Freitag Abend um 10 Uhr auf nach Toronto.
Nach 12 Stunden, die ich mehr oder weniger geschlafen hatte, mit Stops am Rastbanhof, in Buffallo zum Fahrerwechsel und an der Kanadischen Grenze waren wir um 10 (oder 11) am nächsten Morgen endlich da - und erstmal sehr enttäuscht.
Seit Tagen hatte ich mich gefreut, auf den CN Tower zu gehen und nun war das Schneetreiben so stark, dass man ihn fast gar nicht mehr sehen konnte. Nichtsdestotrotz machten wir uns durch Untergrund (Toronto hat ein riiiiiiiesiges Untergrund Shoppinggebilde) und Subway auf den Weg zum Hostel. Als wir dann an unserer Station ausstiegen und das Tageslicht erblickten, hatte sich der Schnee doch noch gelegt. Also erstmal eingecheckt, Sachen im Schließfach eingesperrt und auf den Weg in die City.
Da wir auch ein bisschen was sehen wollten sind wir zu Fuß los, um die Universität zu sehen. Dabei kamen wir dann am New Times Square mit all seinen Geschäften, wie Hard Rock Cafe etc vorbei. Bevor wir zur Uni kamen hatten wir dann noch Mittagessen in einem total schnuckeligen Diner, wo wir uns den obligatorischen amerikanischen Burger bestellten, der überirdisch lecker war! Danach sahen wir uns die Uni an, die seeeeehr stark an Hogwarts erinnerte. Einfach nur schön.
Von dort aus ging es dann auf den Weg zum CN Tower, von wo wir dann den Sonnenuntergang über Toronto sehen konnten.
Mit dem Glasfahrstuhl gings dann erstmal hoch - seeeehr Angst einflößend - und oben konnten wir dann einen wunderschönen Ausblick auf eine wunderschöne Stadt genießen. Außerdem war ich extrem mutig und hab mich getraut auf den Glasboden zu gehen und mich sogar hinzulegen (siehe Foto!).
Abends sind wir dann noch in das Restaurant "The 3 Brewers" (Die 3 Brauer) gegangen, wo Nele und ich uns einen Flammkuchen teilten und ich endlich mal wieder legalen Alkohol trinken durfte.
Danach gings ab ins Hostel: Duschen, American Pie schauen und im Internet surfen.
Am nächsten Morgen, nach einem leckeren Frühstück gings wieder zum Busbahnhof, diesmal unfreiwillig zu Fuß, da die Subway Sonntags erst ab 9 Uhr früh fährt... Dann noch schnell zu Mc Donalds, Reiseproviant gekauft und ab in den Bus.

Dann ging es den selben weg wieder zurück über die Grenzkontrolle, Buffallo, den Rastplatz und diesmal Baltimore.
Am Freitag Abend um 8.30 hatten Nele und ich uns in DC getroffen und nur 48 Stunden später, waren wir wieder zurück am selben Platz und alles schien wie ein Traum.
Hätte ich nicht meinen Kanadastempel im Reisepass würde ich vielleicht denken, ich wäre nie dort gewesen.